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Aktuelles vom 13.02.2018
 

BESSER ALS RECYCLING:

Plastikmüll im Haushalt vermeiden

Am 12. Februar endete die öffentliche Konsultation zum Entwurf der europäischen Plastikstrategie, den die Europäische Kommission im Januar vorgelegt hat.
Bis 2030 sollen gemäß den EU-Plänen alle Plastikverpackungen in der EU recycelbar sein. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher selbst zur Reduzierung von Plastikmüll beitragen können, erklärt der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE).

Erst im Januar hat China den Import von Plastikmüll aus Europa gestoppt [1]. "Es ist dringend notwendig, dass mehr Plastikverpackungen in Deutschland und Europa recycelt werden",so Olaf Tschimpke, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung."Noch sinnvoller wäre es jedoch, weniger Verpackungsmüll
anzuhäufen." Derzeit fallen in deutschen Haushalten jährlich rund 37
Kilogramm Plastikverpackungsmüll pro Kopf an. Mit ihrem Konsumverhalten
können Verbraucherinnen und Verbraucher die Menge stark beeinflussen.

MEHRWEG BEVORZUGEN

Je länger ein Gegenstand in Benutzung ist, desto günstiger fällt
seine Klimabilanz aus. Das gilt auch für Verpackungen wie
Wasserflaschen oder Coffee-to-go-Becher. Eine Mehrwegflasche aus Glas
kann beispielsweise bis zu 50 Mal wiederverwendet werden, eine
PET-Mehrwegflasche bis zu 25 Mal. Sie sind damit die nachhaltigeren
Alternativen zu Einwegflaschen, denn diese werden nicht wieder
befüllt. Einwegflaschen sind am höheren Pfand von 25 Cent erkennbar.

LEITUNGSWASSER TRINKEN

Wer Leitungswasser trinkt, spart die Ressourcen für Herstellung und
Abfüllung von Wasserflaschen komplett ein. Dass außerdem der Transport
entfällt, wirkt sich zusätzlich positiv auf das Klima aus. Es
empfiehlt sich, unterwegs immer eine eigene Trinkflasche - zum
Beispiel aus Edelstahl, Glas oder Plastik - zum Auffüllen dabei zu
haben. Leitungswasser ist in Deutschland ein streng kontrolliertes
Lebensmittel, das hohen Qualitätsanforderungen genügen muss. Auskunft
zur Wasserqualität gibt der lokale Wasserversorger. Er bietet häufig
auch an, Leitungswasser auf Schadstoffe zu prüfen.

UNVERPACKTES EINKAUFEN

Seit Einführung der Gebühr auf Plastiktüten im Handel lohnt es sich
ökologisch und finanziell, eine eigene Tragetasche zum Einkaufen
mitzunehmen. Bei Obst und Gemüse sollten Verbraucherinnen und
Verbraucher auf unverpackte Angebote im Supermarkt achten oder auf dem
Wochenmarkt einkaufen. Dort wird Obst und Gemüse in der Regel lose
angeboten. In vielen Städten gibt es mittlerweile Unverpackt-Läden, in
denen Kundinnen und Kunden auch andere Lebensmittel wie Nudeln, Nüsse
oder Öl in mitgebrachte Behältnisse abfüllen können.

Pressebild: Copyright www.nachhaltiger-warenkorb.de/Christof Rieken

Pressemitteilung vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) vom 12. Februar 2018 www.nachhaltiger-warenkorb.de

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[1]www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/china-plastikmuell/