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Biowissen vom 30.03.2015
 

Thema des Monats: Nachhaltiges Osterfest

Tipps und Anregungen für die Feiertage

Eier, Gebäcke, Süßigkeiten und frühlingshafte Dekoration sind feste Bestandteile des Osterfests. Wer mit ein bisschen Bedacht und Kreativität an die Feiertage und ihre Traditionen herangeht, kann ohne große Mühen und mit Spaß Gutes für sich, die Familie und die Umwelt tun.

Ohne Ei kein Ostern?
Zur Osterzeit steigt der deutsche Eierkonsum regelmäßig um ca. 50 %. All diese Eier können nur mit Hilfe sehr vieler Hennen geliefert werden, was in vielen Fällen Käfighaltung und Druck zu Höchstleitungen bedeutet. Auch wenn Bio-Eier nicht aus 100%iger Idylle stammen, so haben die Hühner jedoch wesentlich mehr Platz, Freilauf und ökologisches Futter zur Verfügung, was die Wahl eines Bio-Eies immerhin zu einer Nachhaltigeren macht, als die der Eier aus Käfig- oder Bodenhaltung.

Wenn man auf dem Land wohnt, ist die Osterzeit auch eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit seinen Kindern idealerweise sogar mit dem Fahrrad zu dem Hof um die Ecke zu fahren, den man jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit passiert und der mit der Aufschrift "Frische Eier" lockt. Dort kann man sich die Haltungsbedingungen vor Ort direkt anschauen und sich selbst und seinen Kindern die Herkunft von Eiern wieder etwas näher bringen. In Zukunft die Eier vom Nachbarhof zu beziehen, ist nicht nur gut für den Bauern, sondern impliziert auch einen kurzen Transportweg und garantiert absolute Frische.

Weiterhin ist es eine gute Idee, den Eierverzehr zu Ostern einfach ein wenig zu reduzieren. Inzwischen gibt es viele tolle Ideen und Rezepte, wie man Kuchen und andere Gebäcke mühelos auch ohne Eier herstellen kann - und schmecken tun sie trotzdem! Vorschläge dafür finden Sie unter anderem in den folgenden Newsletterartikeln.

Abfälle vermeiden
Ein weiterer problematischer Aspekt von Festtagen sind die entstehenden Abfälle - Einpackpapier und -Folien, Servietten, Essensreste etc. sammeln sich in Massen. Viel kann daher bewirkt werden, wenn Ostergeschenke in Körbchen bereitet werden, die auch im darauffolgenden Jahr wieder verwendet werden können, Obst und Gemüse möglichst unverpackt eingekauft und Einweggeschirr, -Servietten und -Dekoration sparsam eingesetzt werden.

Um Lebensmittelabfälle zu vermeiden lohnt es sich außerdem immer, einen Restetag einzuplanen - und tatsächlich schmeckt so manche vom Osterbrunch übriggebliebene Quiche, Kuchen oder Salat sogar noch besser am zweiten Tag. Hier hält auch die Initiative "Zu gut für die Tonne" des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft einige gute Ratschläge bereit.

Andere Nachhaltigkeitskriterien beachten
Ansonsten gilt es für ein möglichst nachhaltiges Osterfest, wie stets das ganze Jahr, auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten und Saisonware sowie Produkte aus ökologischem Anbau zu bevorzugen. Das garantiert kurze Transportwege und gesundes Obst und Gemüse, das frei von Pestiziden ist. Wir haben den Winter überstanden, jetzt schaffen wir es auch durchzuhalten, bis es im Juni die ersten heimischen Erdbeeren gibt!

Frohe Ostern!