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Aktuelles vom 14.08.2018
 

Beerensommer!

10 Tipps, um Sommerbeeren vor der Tonne zu retten

Beeren stehen dieser Tage ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Jeder Deutsche verbraucht im Schnitt acht Kilogramm pro Jahr. Viele Beeren landen allerdings ungenutzt im Abfalleimer. Das muss nicht sein. Die Initiative Zu gut für die Ton-ne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gibt zehn einfache Tipps, mit denen jeder Einzelne Beeren länger frisch halten und Abfälle reduzieren kann.

Tipp 1: Auf Frische achten

Beeren verlieren nach der Ernte schnell an Aroma. Am besten isst man sie daher direkt vom Strauch. Viele Landwirte bieten Beerenobst zum Selberpflücken an. Der Vorteil: Die Früchte sind garantiert frisch und oft preiswerter als im Handel.

Tipp 2: Sicher transportieren

Wer Beeren auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt kauft, sollte regionale Produkte wählen. Denn je kürzer der Weg, desto frischer die Beere und desto unwahrscheinlicher sind Transportschäden. Um das empfindliche Obst sicher nach Hause zu bringen, ge-hören Beeren immer ganz nach oben in den Einkaufsbeutel.

Tipp 3: Kleine Mengen kaufen

Beerenobst sollte nicht auf Vorrat gekauft werden. Auch nicht, wenn die Früchte noch unreif sind. Anders als Äpfel, Bananen oder Pflaumen reifen Beeren nicht nach. Eine Ausnahme bildet die Stachelbeere: Sie kann grün geerntet werden und entfaltet ihr volles Aroma erst im Laufe der Zeit. Für alle anderen Beeren gilt: Nur reife Früchte und kleine Menge kaufen.

Tipp 4: Kühl lagern

Der ideale Ort, um Beeren zu lagern, ist das Gemüsefach im Kühlschrank. Bei etwa fünf bis sieben Grad bleiben Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren bis zu drei Tage frisch, Heidelbeeren sogar bis zu zwei Wochen. Außerhalb des Kühlschranks hält sich das Obst oft nur einen Tag.

Tipp 5: Locker lagern

Für eine längere Haltbarkeit sollten Beeren locker nebeneinander in eine flache Schale oder auf einen Teller gelegt und anschließend leicht abgedeckt werden. Druckstellen oder ein Zerquetschen werden so am ehesten vermieden. Wichtig dabei: Die Früchte nicht vorher waschen, da sonst ihre natürliche Schutzhülle verloren gehen würde und sie anfälliger für Schäden werden.

Tipp 6: Täglich kontrollieren

Auch bei guter Lagerung müssen Beeren regelmäßig auf Schimmel kontrolliert werden. Schimmelt eine einzelne Beere, muss aber nicht sofort die gesamte Packung entsorgt werden. Es reicht zunächst, die faulige Frucht und die umliegenden Beeren zu entfer-nen.

Tipp 7: Feuchtigkeit vermeiden

Feuchtigkeit begünstigt die Bildung von Schimmel. Ein guter Trick ist es, eine Lage Küchenpapier unter die Beeren zu legen. Der Saft zerdrückter Beeren und Kondens-wasser werden so direkt aufgesaugt, und die anderen Beeren bleiben trocken. Das Papiertuch bei Bedarf wechseln.

Tipp 8: Schonend waschen

Beeren müssen besonders vorsichtig gewaschen werden, damit sie nicht an Aroma und Vitaminen verlieren. Am schonendsten ist ein kurzes Bad in stehendem Wasser. Nach dem Waschen die Beeren auf einem Küchentuch abtropfen lassen und vorsichtig ab-tupfen. Blätter und Stiele werden erst ganz zum Schluss abgeschnitten, damit der Ge-schmack der Beeren nicht verwässert.

Tipp 9: Mixen, kochen und verrühren

Überreife Beeren oder solche mit leichten Druckstellen müssen nicht gleich entsorgt werden. Ob Lassi, Marmelade oder Likör - die süßen Früchte lassen sich auf vielfältige Weise verarbeiten. Eine schnelle und einfache Variante sind kaltgerührte Aufstriche. Dafür Gelierzucker gemäß Packungsbeilage zu den Beeren geben und mit Gabel, Quirl oder Pürierstab verrühren. Das so entstehende Mus ist gekühlt etwa zwei Wochen halt-bar.

Tipp 10: Beeren einfrieren

Die meisten Beeren lassen sich problemlos einfrieren und sind bei minus 18 Grad meh-rere Monate haltbar. Die Früchte dafür zunächst waschen, trocknen und auf einem Tel-ler im Tiefkühler für einige Stunden vorfrieren. Auf diese Weise kleben sie nicht an der Oberfläche zusammen. Alternativ kann man die Beeren vor dem Einfrieren pürieren und in Eiswürfelbehälter abfüllen. Die kleinen Portionen können später für Smoothie, Jo-ghurt und Shakes verwendet werden.

Hintergrund

Initiative Zu gut für die Tonne!
Pro Person und Jahr werfen wir rund 55 Kilogramm Lebensmittel in die Tonne. Und das sind nur die Abfälle, die in den Privathaushalten anfallen. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Land-wirtschaft sowie Verbraucherverbänden, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste.


Pressemitteilung Zu gut für die Tonne! vom 06.08.2018