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Biowissen
 

Thema des Monats: "Bio für die Wohnung: So renovieren Sie ökologisch!"

Informationen rund um ökologische und umweltfreundliche Wandfarben und Bodenbeläge

Ökologisch RenovierenAuch beim Renvieren kann auf Produkte geachtet werden, die die Umwelt und Gesundheit nicht unnötig belasten. Die ökologischen - Produkte erfreuen sich an immer höherer Beliebtheit und durch die steigende Nachfrage für schadstofffreien und Natur belassenen Wohnungsbedarf, konnte sich das Sortiment nicht nur weiterentwickelt sondern wird zunehmend vielfältiger und umfangreicher. Alles in allem heißt "Bio für die Wohnung" nicht nur Wohntrend pur sondern auch hier umwelt- und gesundheitsbewusstes Leben. Wer also bei der nächsten Renovierung sicher gehen möchte und sich vor möglichen allergie- und krankheitsauslösenden Schadstoffen schützen möchte, kommt an ökologischen Produkten nicht vorbei.

Wir geben Ihnen daher einen Überblick über die breite Auswahl an Natur - Produkten für ein ökologisches wohnen und zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen. Darüber hinaus stellen wir Ihnen in unserem Betriebsportrait den baubiologischen Fachhandel Mordhorst vor.


Naturfarben

Bei vielen Wandfarben lassen schon die starken Dämpfe, die beim Öffnen der Eimer entweichen, auf die gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe schließen. Gerade die so häufig verwendeten Dispersionsfarben enthalten viele ungesunde Lösungsmittel. Die flüchtigen Stoffe in der Wandfarbe entweichen beim Verstreichen und Trocknen in die Raumluft und können allergische Reaktionen hervorrufen. Auch die zum Schutz vor Schimmelbefall beigefügten Konservierungsmittel können über die Luft z.B. Hautekzeme auslösen.

Die ökologische Variante zur Wandverschönerung sind die so genannten Naturfarben. Sie zeichnen sich durch die Verwendung von natürlichen, für den Menschen unbedenklichen Zusatzstoffen aus. Zudem sind die Hersteller verpflichtet, alle Inhaltstoffe ihrer Naturfarben vollständig zu deklarieren und bieten damit uneingeschränkte Transparenz. Beim Kauf sollte der Verbraucher auf bestimmte Inhaltstoffe achten. Bestandteile wie Isoparaffine, Acryl, Epoxy oder Polyurethan werden nämlich bei der Naturfarbenherstellung nicht verwendet. Lesen Sie hier einen ausführlichen Beitrag zum Thema "Farbe bekennen mit umweltverträglichem Wandanstrich" .


Ökologische Bodenbeläge

Auch bei der Wahl eines neuen Bodenbelages sollte Wert auf eine umweltfreundliche und gesunde Lösung gelegt werden. Die Auswahl an Naturprodukten und Naturfaser-Teppichböden ist dabei sehr vielfältig geworden:

Teppichböden
Im Allgemeinen setzen sich textile Bodenbeläge aus der Nutzschicht, dem Trägermaterial und einer Rückbeschichtung zusammen. Die Rückbeschichtung besteht häufig aus Kunststoffen, welche die Raumluft mit Abgasungen belasten. Besser ist eine Beschichtung aus Naturlatex, hauptsächlich gewonnen aus dem Milchsaft des Kautschukbaumes. Die Nutzschicht und das Trägermaterial können entweder aus Naturfasern (Schurwolle, Kokos, Sisal) oder wie bei den meisten konventionellen Teppichen aus Chemiefasern (Kunstoffen, Polyester) bestehen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass keine Zusatzbehandlungen, wie chemische Antistatika, Motten- und Brandschutzmitteln, sowie kunststoffhaltige Imprägnierungen verwendet wurden. Verwenden Sie zudem für das Verkleben am Boden Naturharzkleber statt künstlicher Klebstoffe.

Ob nun ein fester Kokos- und Sisalteppichboden oder ein Bodenbelag aus weicher Schurwolle: Naturfasern machen eine chemische Ausrüstung häufig überflüssig. Sie sind unter anderem von Natur aus antistatisch. Zudem sind sie in der Lage, Feuchtigkeit zu speichern und diese bei trockener Luft wieder abzugeben. So hält der Natur - Teppich ein gleich bleibendes wohngesundes Raumklima. Sowohl Kokos als auch Sisal sind nachwachsende Pflanzen. Es werden keine wertvollen Umweltressourcen verschwendet. Um bei der Schurwolle Schadstoffbelastungen zu vermeiden, wird die Rohwolle ökologisch und gesundheitsbewusst ausgewählt. Für Allergiker gibt es hier Entwarnung: Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Meinung, bindet dieser Wollteppich den Staub aus der Luft, der dann nicht bei jeder Luftbewegung aufgewirbelt werden kann.
Erhalten Sie hier wertvolle Tipps zur Pflege und Reinigung ihres Teppichbodens.

Linoleum
In Räumen, in denen sich Teppiche nicht eignen wie z.B. in der Küche, empfiehlt sich ein ökologischer Bodenbelag aus Linoleum. Es ist ein reines Naturprodukt aus Leinöl, Kork, Pigmenten, Naturharzen und mineralischen Füllstoffen. Nicht zu verwechseln mit dem gesundheitsschädlichem PVC- Bodenbelag! Durch seine antibakterielle Wirkung ist er auch für allergiesensible Menschen gut geeignet. Aus ökologischer Sicht ist interessant zu wissen, dass der Bodenbelag frei von Asbest, Formaldehyd sowie FCKW ist. Zudem ist Linoleum biologisch abbaubar und frei von Schwermetallen.

Kork
Ein weiterer natürlicher Bodenbelag ist der Korkboden. Das Rohmaterial wird aus der Rinde der Kork-Eiche gewonnen und als Granulat mit Kleber vermischt. Auch hier gilt: Auf natürliche Produkte achten! Um die Korkeichen vor Raubbau zu schützen, sollte der Kork aus Ländern mit strengen gesetzlichen Regelungen für die Ernte stammen, wiezum Beispiel aus Portugal.

Holzböden
Wer sich für einen ganz besonders beständigen Bodenbelag entscheiden möchte, der ist mit Holzböden bestens beraten. Holz hat neben seiner guten Bearbeitbarkeit und seines natürlichen Aussehens auch noch positive bauphysikalische Eigenschaften. So ist Holz nicht nur atmungsaktiv, sondern auch wärmedämmend und feuchtigkeitsregulierend. Empfehlenswert sind Holzböden mit einer klassischen Oberflächenbehandlung die mit Naturharzöl imprägniert sind. Bei der Wahl der Holzart sollte in jedem Fall auf jegliche Tropenhölzer verzichtet werden. Heimische Holzarten wie beispielsweise Eiche, Kiefer, Kastanie, Kirsche, Buche, Esche und Ahorn aus Wäldern mit nachhaltiger Forstwirtschaft sind ökologisch unbedenklich. Obendrein sollten die Hölzer natürlich frei von Insektiziden, Pestiziden und Holzschutzmitteln sein.

Natur pur: Holzöle und Wachs
Wer seine Holzmöbel wieder in Schuss bringen möchte, sollte bei der Wahl der Pflege eines beachten: weniger ist mehr. So reicht bei Möbelstücken eine Holzbehandlung mit natürlichem Öl oder Wachs zur Pflege im trockenen Wohnbereich völlig aus. Diese Anwendung belastet weder die Umwelt noch die Gesundheit. Eine chemische Holzoberflächenbehandlung, die sich gegen Holzschädlinge richtet, ist völlig überflüssig. Das Öl dringt tief in die Zellen des trockenen Holzes ein und verhindert so, dass andere Flüssigkeiten hineingelangen. Lesen Sie einen ausführlichen Beitrag zum Thema "Lack, Lasur, Öl, oder Wachs".

Um bei der ökologischen Wohnungsrenovierung ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich der Rat und das spezielle Handwerk eines Spezialisten. Viele Fachhändler und Handwerksbetriebe bieten eine umfangreiche Beratung und individuelle Auskunft für ein ökologisches Renovierungskonzept. Wir stellen Ihnen in dem folgenden Betriebsportrait einen Partner vor, die sich als baubiologischer Fachhandel auf Naturbaustoffe spezialisiert hat:

Mordhorst der baubiologische Spezialist: Hier finden Sie alles was gesundes wohnen ausmacht, wie beispielsweise. Wandfarben aus Natur-Rezepturen oder unbehandelte Holzfußböden in Hamburgs größten Ausstellung an Naturholzböden, Naturparkettböden, Hobeldielen, Pitchpine u.v.m.

Prüfzeichen für gesundheit- und umweltvertägliche Produkte

Ob Prüfsiegel, Gütezeichen oder Label: Auf vielen Bauprodukten findet man inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Zeichen, welche Aussage über die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit machen sollen. Dabei sind die Prüfkriterien oder auch die dahinter stehenden Organisationen nicht immer gleich ersichtlich. Wir stellen ihnen die wichtigsten Prüfzeichen vor auf die sie beim Kauf achten sollten:

Blauer Engel, für besonders umweltschonende Produkte
GUT-Signet, steht für schadstoffgeprüfte Teppichböden
eco-Institut-Label, akkreditiertes und unabhängiges Prüflabor
Rugmark-Label, engagiert sich für die Abschafftung illegaler Kinderarbeit in der Teppichindustrie.


Text: Jennifer Mahali
Bild-Quelle: www.pixelio.de/ Rainer Sturm /PIXELIO